Ein Kraftwerk für Physical AI: NEURA Robotics und die TUM eröffnen RoboGym in München

neura and tum opening of robogym munich

Gemeinsames Forschungs- und Trainingszentrum bringt Roboter, Wissenschaft und industrielles Wissen zusammen. Zur Eröffnung präsentiert NEURA den neuen humanoiden Roboter 4NE1 Gen 4.

  • Von Erfahrung zu Fähigkeiten: Im TUM RoboGym powered by NEURA entwickeln Forschung und Unternehmen robotische Fähigkeiten für konkrete Aufgaben, von Fertigung und Logistik bis zu Anwendungen in Landwirtschaft und Gesundheit
  • Vorstellung der neuen Generation: Der 4NE1 Gen 4 ist für die Serienfertigung entwickelt, gegenüber der Vorgängergeneration 20 Prozent leichter, kommt in einem schlankeren Design mit schwarzer textiler Außenhaut, verfügt über eine weiterentwickelte Bewegungssteuerung und läuft auf Neuron AI, NEURAs Foundation Model für Physical AI
  • Infrastruktur für die Zukunft: Reale Roboterdaten, menschliche Demonstrationen und Simulation schaffen die Grundlage für lernfähige Maschinen. München bildet den Auftakt eines geplanten internationalen Netzwerks von NEURA Gyms

München, 22. Oktober 2026 – NEURA Robotics und die Technische Universität München (TUM) haben heute am LabCampus am Flughafen München das TUM RoboGym powered by NEURA eröffnet. Auf mehr als 2.300 Quadratmetern bringt das neue Zentrum Forschung, Robotertraining und industrielle Anwendung zusammen. Es wurde gemeinsam mit dem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der TUM aufgebaut. Zur Eröffnung launcht NEURA zudem den 4NE1 Gen 4 („For Anyone“), die neue Generation seines humanoiden Roboters.

Damit kommt im RoboGym beides zusammen: KI-Forschung und industrielle Anwendung. Unternehmen bringen konkrete Aufgaben und ihr Prozesswissen ein. Forschende und Entwicklungsteams untersuchen, wie Roboter diese Aufgaben schneller lernen und zuverlässiger ausführen können.

David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics: „In unseren Unternehmen steckt Wissen, das über Generationen entstanden ist. Menschen wissen, wie man Materialien verarbeitet, Bauteile zusammenfügt und schwierige Abläufe beherrscht. Dieses Wissen ist eine unserer größten Stärken im Zeitalter der Physical AI. Mit der TUM schaffen wir ein Kraftwerk für physische Fähigkeiten, in dem daraus neue Möglichkeiten entstehen. Gerade der Mittelstand soll diese Zukunft mitentwickeln können. Mit dem Launch des Humanoiden 4NE1 Gen 4 zeigen wir heute, welche Roboter dafür bereitstehen: für die Serienfertigung konzipiert, für produktive Arbeit ausgelegt und angetrieben von Neuron AI, unserem eigenen Foundation Model, das aus der Erfahrung in den NEURA Gyms lernt. Entwickelt, gebaut und trainiert in Deutschland, für die Welt.“

Ein Ort, an dem Unternehmen Robotern ihre Arbeit beibringen

Bereits seit September trainieren Partner im TUM RoboGym konkrete Abläufe. Unternehmen aus mehr als zehn Branchen sind beteiligt, darunter Automobil, Pharma, Medizintechnik, Verpackung, Logistik, Landwirtschaft und Pflege. Die Nachfrage ist hoch: Die Kapazitäten in München sind bereits stark gefragt.

Die Aufgaben reichen vom Kartonhandling über das Befüllen von Flaschen bis zum Be- und Entladen von Holzbauteilen. Unternehmen können Anwendungen erproben, Trainingsbedarf erkennen und die Eignung unterschiedlicher Robotersysteme bewerten, bevor sie den Einsatz im eigenen Betrieb ausweiten.

Die Aufgaben reichen vom Kartonhandling über das Befüllen von Flaschen bis zum Be- und Entladen von Holzbauteilen. Unternehmen können Anwendungen erproben, Trainingsbedarf erkennen und die Eignung unterschiedlicher Robotersysteme bewerten, bevor sie den Einsatz im eigenen Betrieb ausweiten.

Prof. Thomas Hofmann, Präsident der Technischen Universität München: „Das Robotikzentrum TUM RoboGym ist einzigartig in Deutschland und Europa. Durch die Zusammenarbeit mit einem Roboterhersteller aus Deutschland setzen wir zudem in geopolitisch unsicheren Zeiten ein klares Zeichen für den Industriestandort Deutschland.“

Drei Wege zu physischer Erfahrung

Wie greift ein Roboter ein empfindliches Bauteil? Woran erkennt er, dass zwei Teile richtig zusammengefügt sind? Und wie reagiert er, wenn sich ein Arbeitsablauf verändert? Solche Fähigkeiten entstehen durch Erfahrung mit der physischen Welt. Physical AI benötigt dafür Daten darüber, wie sich Gegenstände, Materialien und Kräfte in der realen Welt verhalten. Das RoboGym verbindet dafür drei Ansätze:

  • Reale Roboterdaten: Unterschiedliche Robotersysteme führen Aufgaben aus. Ihre Sensoren erfassen Bewegungen, Kontakte und die Ergebnisse ihrer Aktionen.
  • Menschliche Demonstrationen: Menschen zeigen Arbeitsabläufe. Sensorisierte Datenanzüge, Motion-Capture-Systeme und Teleoperation helfen, Bewegungen und Interaktionen für das Training nutzbar zu machen.
  • Simulation und Data Amplifier: Virtuelle Trainingsumgebungen erweitern reale Erfahrungen um zusätzliche Varianten und Situationen. So lassen sich Fähigkeiten unter veränderten Bedingungen trainieren und anschließend an realen Robotern überprüfen.

Das Neuraverse verbindet die Trainingsinfrastruktur mit NEURAs Software- und KI-Werkzeugen. Für die gemeinsame Forschung von TUM und NEURA werden Trainingsdaten strukturiert aufbereitet und für die Entwicklung und Untersuchung von Physical-AI-Modellen genutzt.

Im Mittelpunkt steht eine praktische Frage: Wie schnell lernt ein Roboter eine neue Aufgabe, und wie zuverlässig kann er sie anschließend ausführen?

4NE1 Gen 4: Neue Hardware für lernfähige Robotik

Mit dem 4NE1 Gen 4 launcht NEURA die neue Generation seines humanoiden Roboters, der zur Eröffnung bereits im TUM RoboGym im Einsatz ist: schlanker, leichter und mit Neuron AI als Gehirn.”

  • Neues Design, leichterer Körper: Der 4NE1 Gen 4 hat einen schlankeren Körper, eine textile Außenhaut und ist 20 Prozent leichter als die Vorgängergeneration. Der Stoff lässt den Roboter noch nahbarer wirken: Er ist dafür gebaut, neben Menschen zu arbeiten, und soll auch so aussehen. Zudem bietet das Material Potenzial für weitere einfache Individualisierung.
  • Präzisere Handhabung: Weiterentwickelte Hände ermöglichen noch genauere Griffe. Dazu kommen Smart Limbs: Reflexe sind direkt in die Gliedmaßen eingebaut, sodass jede Gliedmaße eigenständig reagiert. Der 4NE1 Gen 4 antwortet damit unmittelbar auf seine Umgebung und bewegt sich flüssiger und menschenähnlicher.
  • Neuron AI, das Gehirn: Der 4NE1 Gen 4 läuft auf Neuron AI, dem Perception-Language-Action-Modell von NEURA für Physical AI. Es übersetzt, was der Roboter wahrnimmt, direkt in Bewegung. Neben dem Bild fließen auch Berührung, Kraft, Klang und der Zustand des Roboters in das Modell ein. Gerade bei Handgriffen in der Industrie macht das den Unterschied, etwa wenn ein Roboter erkennen muss, ob ein Verschluss eingerastet ist. Trainiert wird Neuron AI mit realen Roboterdaten aus den NEURA Gyms, menschlichen Demonstrationen und Simulation. Über das Neuraverse stehen Fähigkeiten, die ein Roboter lernt, auch weiteren vernetzten Robotern zur Verfügung. So profitiert der 4NE1 Gen 4 von allem, was im wachsenden Netzwerk der NEURA Gyms gelernt wird.

Der 4NE1 Gen 4 wird für die Serienfertigung vorbereitet. Parallel zur Eröffnung des TUM RoboGyms in München läuft er über die NVIDIA-GTC-Konferenz in Berlin und ist bereits in den NEURA Gyms im Einsatz. In diesen Trainingseinrichtungen können Unternehmen Aufgaben mit der neuen Robotergeneration trainieren und gehören so zu den Ersten, die mit dem 4NE1 Gen 4 arbeiten.

Forschung und Industrie entwickeln gemeinsam

Das TUM RoboGym bietet Forschenden, Studierenden und Unternehmen Zugang zu einer gemeinsamen Forschungs- und Trainingsinfrastruktur. Wissenschaftliche Erkenntnisse können hier unter praktischen Bedingungen untersucht werden. Zugleich entstehen aus industriellen Aufgaben neue Forschungsfragen.

NEURA bringt unter anderem Robotik, technische Infrastruktur, Rechenleistung und Betriebspersonal ein. Die TUM trägt Flächen, wissenschaftliche Expertise und Ressourcen für Forschung und Betrieb bei. Das gemeinsame Vorhaben ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Insgesamt investieren die Partner rund 17 Millionen Euro, davon NEURA rund 11 Millionen Euro.

Prof. Lorenzo Masia, Executive Director TUM MIRMI und Leiter des TUM RoboGym: „Mit TUM MIRMI und NEURA Robotics haben sich zwei Partner gefunden, die zusammen Großes bewirken können. Aufbauend auf unserer weltweit führenden wissenschaftlichen Kompetenz sind wir nun zusammen mit einem starken Partner aus der Industrie auch in der Lage, konkrete Anwendungen für den Markt vorzubereiten und die Robotik in der Industrie zu einem wichtigen Faktor in der deutschen Wirtschaft zu machen.“

In München beginnt ein internationales Netzwerk

Das TUM RoboGym bildet den Auftakt für ein internationales Netzwerk von NEURA Gyms. Weitere Standorte werden in Europa, den USA und China aufgebaut. In Deutschland entsteht ein weiteres Gym in Kooperation mit der RWTH Aachen.

David Reger: „Wir wollen, dass Unternehmen ihre Erfahrung in die nächste industrielle Ära mitnehmen. Dass sie Fähigkeiten entwickeln, ihr Know-how schützen und künftig selbst entscheiden können, wo und unter welchen Bedingungen sie es anderen zur Verfügung stellen. Was wir heute in München eröffnen, soll weit über diesen Standort hinaus Wirkung entfalten. Aus Europa, gemeinsam für die Welt.“

Weitere Informationen: https://neura-robotics.com/neuragym/

Über NEURA Robotics

NEURA wurde in der Überzeugung gegründet, dass die nächste große technologische Revolution nicht auf Bildschirmen stattfindet, sondern in der physischen Welt. Während alternde Gesellschaften, Arbeitskräftemangel und die wachsende Nachfrage nach qualifizierter Arbeit die Volkswirtschaften weltweit verändern, wird Physical AI unverzichtbar, um Produktivität, Wohlstand und Lebensqualität zu sichern.

2019 gegründet und mit Hauptsitz in Metzingen, ist NEURA Robotics ein globales Physical-AI-Unternehmen, das die Technologien entwickelt, mit denen intelligente Maschinen lernen, sich anpassen und Seite an Seite mit Menschen in der realen Welt arbeiten. Das Unternehmen entwickelt kognitive Roboter, die sehen, hören, fühlen und lernen können, sowie die dafür nötige Software-, KI- und Dateninfrastruktur, um sie in großem Maßstab einzusetzen.

Ein großer Teil des weltweiten Bruttoinlandsprodukts wird heute durch physische Arbeit erwirtschaftet. NEURAs Mission ist es, physische Arbeit skalierbar zu machen und die Zeit drastisch zu verkürzen, die es braucht, um Maschinen neue Fähigkeiten beizubringen und sie weltweit einzusetzen. Mit seinen kognitiven Robotern, den NEURA Gyms und dem Neuraverse, einem offenen Ökosystem, in dem Roboter kontinuierlich lernen und Fähigkeiten teilen, schafft das Unternehmen die Grundlage für eine Zukunft, in der intelligente Maschinen helfen, einige der größten Herausforderungen der Menschheit zu lösen. NEURA Robotics baut Physical AI aus Europa, gemeinsam für die Welt.

About TUM MIRMI

Das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (TUM MIRMI) ist ein auf Robotik und KI fokussiertes integratives Forschungsinstitut der Technischen Universität München. Das MIRMI verfügt über führende Expertise auf zentralen Gebieten der Robotik, darunter Perzeption und Data Science. Knapp 80 TUM-Lehrstühle sind im TUM MIRMI vernetzt, um robotische und KI-unterstützte Lösungen für Umwelt, Gesundheit, Mobilität, Arbeit sowie Sicherheit und Verteidigung zu entwickeln. Prof. Lorenzo Masia leitet das TUM MIRMI. Sein Stellvertreter ist Prof. Achim Lilienthal.

Weitere Informationen: www.mirmi.tum.de

Pressekontakte

NEURA Robotics: [email protected]

TUM: Andreas Schmitz, [email protected]

4NE1 Gen4 Media Hub: https://media-neurarobotics.px.media/collections/1521010597/media

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